Burg Devín: der vollständige Besucherführer
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Burg Devín: der vollständige Besucherführer

Schnelle Antwort

Wie komme ich von Bratislava zur Burg Devín?

Mit dem Bus 29 ab der Haltestelle Nový Most in der Nähe der SNP-Brücke. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten, das Ticket kostet 1,20 € (normaler Stadtbustarif). Die Burg ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags geöffnet.

Warum die Burg Devín in jedes Bratislava-Programm gehört

Auf einem Felsvorsprung 212 Meter über der Donau thronend, ist die Burg Devín eine der dramatischsten Ruinen Mitteleuropas — und einer der historisch vielschichtigsten Orte der Slowakei. Zwölf Kilometer westlich des Bratislavaer Stadtzentrums überblickt sie genau den Punkt, an dem die Morava in die Donau mündet, eine Mündung, die seit mehr als zweitausend Jahren eine strategische Grenze markiert. Römer errichteten hier eine Grenzfestung. Slawische Stämme befestigten sie zu einer großmährischen Hochburg im 9. Jahrhundert. Österreichisch-ungarische Armeen sprengten 1809 einen Großteil davon. Kalte-Krieg-Grenzwächter umzäunten den Hügel dann als Eiserner-Vorhang-Checkpoint, und Menschen starben hier beim Versuch, nach Österreich zu schwimmen.

Was bleibt, ist eine Ruine von außerordentlicher Aussagekraft: zerfallende Mauern über einem Zwei-Flüsse-Panorama, ein in den Fels gehauenes Archäologiemuseum und ein schlanker Turm — die ikonische Dievčenská veža (Jungfrauturm) — auf dem Klippenrand balancierend wie ein gebrochener Zahn. Es ist ein Halbtagsausflug, der pro Euro mehr emotionalen und historischen Gehalt bietet als nahezu jedes andere Angebot in der Region.

Dieser Leitfaden enthält alle praktischen Details: Anreise, Ticketpreise, Sehenswürdigkeiten im Inneren, den besten Besuchszeitpunkt und warum eine geführte Tour das Erlebnis von einem malerischen Spaziergang in eine wirklich bewegende Geschichtsstunde verwandeln kann.


Anreise zur Burg Devín von Bratislava

Mit dem Bus — die einfachste Option

Der Bus 29 fährt von der Haltestelle Nový Most (direkt neben der SNP-Brücke, knapp südlich der Altstadt) in das Dorf Devín und hält einen kurzen Fußmarsch vom Burgeingang entfernt. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Die Busse fahren tagsüber alle 20 bis 30 Minuten. Das Ticket kauft man an jedem Straßenbahn-/Busticketautomaten oder man zahlt mit einer kontaktlosen Karte — der Fahrpreis beträgt den normalen Bratislavaer Stadtbuspreis von 1,20 € für ein 60-Minuten-Ticket, oder man nutzt eine Tageskarte, wenn man bereits eine hat. Die Haltestelle für die Burg heißt „Devín, Hrad” oder „Devín, Kostolná” — vor der Abfahrt den Fahrplan auf bratislava.sk oder in Google Maps prüfen.

Einen vollständigen Leitfaden zur Navigation im städtischen Nahverkehrsnetz bietet unser Leitfaden zum Fortbewegen in Bratislava.

Mit dem Fahrrad entlang der Donau

Der Donauradweg (EuroVelo 6) verläuft vom Stadtzentrum nach Devín fast vollständig flach und weitgehend autofrei. Die Strecke beträgt etwa 12 Kilometer in eine Richtung, und der Weg ist gut gepflegt — größtenteils asphaltiert. In gemütlichem Tempo sollte man 45 bis 60 Minuten pro Richtung einplanen. Ein Fahrrad lässt sich an einer der Bratislavaer Andockstationen oder bei einem privaten Verleiher nahe der Flusspromenade mieten. Die Kombination der Radtour mit dem Burgbesuch ergibt einen ausgezeichneten aktiven Halbtag, besonders zwischen Mai und September. Unser Leitfaden zum Radfahren entlang der Donau enthält Routendetails und Verleih-Tipps.

Mit dem Boot im Sommer

In den Sommermonaten verkehrt gelegentlich ein saisonaler Bootsdienst vom Bratislavaer Passagierhafen nach Devín. Aktuelle Verfügbarkeit vor Ort erfragen, da der Fahrplan jährlich wechselt. Wenn er fährt, ist es eine angenehme 30- bis 45-minütige Flussfahrt mit einem ganz anderen Ankunftserlebnis.

Mit dem Auto

Man fährt westwärts auf der Devínska-Nová-Ves-Straße in Richtung Dorf Devín. Parkplätze stehen nahe dem Burgeingang an der Muránska-Straße zur Verfügung — Adresse: Muránska 10, 841 10 Devín. Das Auto ist die am wenigsten empfohlene Option angesichts der zuverlässigen Busverbindung und der engen Dorfstraßen, funktioniert aber außerhalb der Sommerwochenenden gut.


Tickets und Öffnungszeiten

Erwachseneneintritt: 6 € Ermäßigt (Studierende, Senioren): 3 € Kinder unter 6 Jahren: kostenlos Familienticket (2 Erwachsene + bis zu 3 Kinder): 12 €

Die Burg ist dienstags bis sonntags (montags geschlossen) von April bis Oktober geöffnet. Die Öffnungszeiten sind im Frühjahr und Herbst 10:00 bis 17:00 Uhr und verlängern sich in Juli und August auf 18:00 Uhr. Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Schließung.

Die Burgruinen sind von November bis März geschlossen. In den Wintermonaten kann der Hügelbereich rund um die Ruinen zu Fuß zugänglich sein, aber das Archäologiemuseum und das Hauptburggelände sind geschlossen. Wer Bratislava im Winter besucht, dem bietet die Burg Bratislava — ein vollständig restaurierter Königspalast in der Stadt selbst — die bessere Burgoption, da ihr nationales Geschichtsmuseum ganzjährig geöffnet ist.

Tickets werden am Burgeingang gekauft. Stand 2026 gibt es keine Vorabreservierung online für Einzelbesucher, daher sollte man an belebten Sommerwochenenden ein paar Minuten früher ankommen.



Was man im Inneren der Burg Devín sehen kann

Das Archäologiemuseum

Das Museum ist in den Fels unterhalb der Burgruinen gebaut und im Eintrittspreis inbegriffen. Es deckt den vollständigen chronologischen Bogen des Ortes ab: prähistorische Besiedlung, römische Militärpräsenz, großmährische Befestigungen und mittelalterliche Burgentwicklung. Die Informationstafeln sind auf Slowakisch und Englisch. Der römische Abschnitt ist besonders stark — Devín lag am Limes Romanus, der nordöstlichen Grenze des Römischen Reiches, und die hier stationierten Legionen beobachteten germanische Stämme am gegenüberliegenden Donauufer. Das Museum zeigt ausgegrabene römische Metallgegenstände, Münzen und Keramikscherben.

Die großmährischen Befestigungen

Das großmährische Reich des 9. Jahrhunderts hinterließ seine Spuren in ganz Mitteleuropa, und Devín war eine seiner wichtigsten Hochburgen. Fürst Rastislav soll die Burg als diplomatische Basis genutzt haben — von hier aus schickte er die berühmte Mission nach Konstantinopel, die schließlich die Heiligen Cyrill und Methodius 863 nach Mähren brachte und der slawischen Welt ihr eigenes Alphabet gab. Die heute sichtbaren slawischen Befestigungen stammen aus dieser Zeit, wurden aber in späteren Jahrhunderten stark umgebaut.

Diesen historischen Kontext in seiner Tiefe zu verstehen ist der Bereich, in dem eine geführte Tour besonders zahlt — ein guter Führer bringt die politischen Zusammenhänge von Großmähren, der byzantinischen Diplomatie und der schließlichen fränkischen Eroberung auf eine Weise zum Leben, die ein Museumspanel nicht kann.

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Der Jungfrauturm (Dievčenská veža)

Das am meisten fotografierte Element von Devín ist der Jungfrauturm — eine schmale, zylindrische Ruine, die auf der äußersten Spitze der Klippe über der Donau balanciert. Es ist das Bild, das auf Postkarten, Reiseführern und slowakischen Kulturkalendern erscheint. Der Turm stammt aus dem Mittelalter, und sein Name geht auf eine Legende zurück: Eine junge Frau soll sich angeblich von ihm gestürzt haben, um sich einem Eindringling nicht zu ergeben. Ob die Geschichte wahr ist, spielt eine geringere Rolle als das, was der Turm repräsentiert — die Trotzigkeit der Burg und ihr prekäres Verhältnis zum weit unten liegenden Fluss.

Man kann dem Turm auf einem umzäunten Pfad nahekommen, und die Aussichten vom Klippenrand auf die Donau-Morava-Mündung sind außergewöhnlich. An klaren Tagen kann man bis nach Österreich sehen. Für die besten Fotografien eignet sich der späte Nachmittag, wenn das Licht direkt auf die Kliffseite fällt. Unser Leitfaden zu den besten Fotospots in Bratislava schließt den Jungfrauturm ein und schlägt die richtigen Winkel vor.

Die Donau-Morava-Mündung

Von den oberen Burgwällen aus ist die Mündung der beiden Flüsse deutlich sichtbar: die graugrüne Morava, die aus dem Norden kommt und sich mit der breiteren, dunkleren Donau vereint. Jahrhundertelang markierte diese Kreuzung die Grenze zwischen verschiedenen politischen Welten — römisch und barbarisch, österreichisch-ungarisch und osmanisch, und jüngst westlich und östlich. Hier stehend macht die Geographie der europäischen Geschichte auf eine Weise intuitiv Sinn, die Karten nicht vermitteln können.


Der Eiserne Vorhang und die Geschichte des Kalten Krieges

Kein Besuch in Devín ist vollständig ohne das Verständnis seiner Bedeutung im Kalten Krieg. Von 1948 bis 1989 verlief die tschechoslowakisch-österreichische Grenze direkt entlang der Morava, die von der Burg aus sichtbar ist. Das kommunistische Regime errichtete Wachtürme, Stacheldrahtverbindungen und gepflügte Todesstreifen entlang des Ufers. Devín wurde zu einem der am stärksten bewachten Grenzübergänge in Europa — und zu einem der tödlichsten.

Hunderte tschechoslowakischer Staatsbürger versuchten, über die Morava oder die Donau nach Österreich zu gelangen. Dutzende wurden von Grenzwachen erschossen, in der Strömung ertränkt oder gefasst und inhaftiert. Nach der Samtenen Revolution im November 1989 wurde Devín zu einem Symbol für das Ende des Eisernen Vorhangs. In einem Moment außerordentlicher Symbolkraft versammelten sich am 8. Dezember 1989 Menschenmengen auf diesem Hügel, um die Grenzöffnung zu feiern.

Das Eiserner-Vorhang-Museum in der nahen Umgebung erzählt diese Geschichte durch Fotografien, persönliche Zeugnisse und erhaltene Grenzinfrastruktur. Für tieferen Kontext zu diesem Kapitel der slowakischen Geschichte ist unser Leitfaden zur kommunistischen Geschichte und zum Eisernen Vorhang unverzichtbare Lektüre vor oder nach dem Besuch.

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Das Dorf Devín: jenseits der Burgmauern

Das Dorf Devín ist es wert, vor oder nach der Burg eine halbe Stunde Zeit zu widmen. Es ist eine ruhige, historisch dichte Siedlung mit einer romanischen Kirche, traditionellen Weingasthäusern und Blicken auf die Morava-Feuchtgebiete. Mehrere Weinstuben (vináreň) servieren lokale Kleinkarpaten-Weine glasweise zusammen mit slowakischen Kalten-Platten — Räucherfleisch, lokaler Käse, eingelegtes Gemüse. Es ist ein ehrliches, schnörkelloses Mittagessen oder ein Nachmittagsimbiss in einem Dorf, das sich wirklich ungehetzt anfühlt.

Der Uferweg entlang der Morava ist flach, landschaftlich reizvoll und bei Einheimischen an Sommerabenden beliebt. Die Kombination eines Burgbesuchs mit einem Uferweg und einem Glas Wein im Dorf ergibt einen idealen Halbtag zu sehr überschaubaren Kosten.


Burg Devín versus Burg Bratislava: welche sollte man besuchen?

Viele Erstbesucher fragen, ob sie eine oder beide Burgen besuchen sollen. Die kurze Antwort: Sie ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar, und wer einen vollen Tag in Bratislava plus einen zusätzlichen Morgen oder Nachmittag hat, sollte beide besuchen.

Burg Devín ist eine Ruine in der Natur — man besucht sie für die dramatische Landschaft, die Zwei-Flüsse-Mündung, die vielschichtige Geschichte von der Römerzeit bis 1989 und das Gefühl, an einer echten Grenze zu stehen. Sie erfordert eine 20-minütige Busfahrt vom Stadtzentrum und wird am besten mit historischem Kontext erkundet.

Burg Bratislava ist ein restaurierter Königspalast im Herzen der Stadt, der die Geschichtssammlung des Slowakischen Nationalmuseums in seinen weißen Mauern beherbergt. Sie liegt über der Altstadt und ist von überall zu Fuß erreichbar. Sie vermittelt Bratislavas politische Geschichte als habsburgische Königsresidenz und Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Unser vollständiger Burgenführer Bratislava deckt Tickets, das Museum und die Terrassenaussichten ab.

Wer nur einen vollen Tag hat, ist mit der Burg Bratislava besser bedient, da sie zentraler gelegen und leichter erreichbar ist. Wer einen Morgen oder Nachmittag übrig hat, wird Devín als das emotional eindringlichere Erlebnis empfinden.

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Tagesausflüge: Devín mit anderen Zielen kombinieren

Devín plus die Kleinkarpaten-Weinregion

Devín liegt an der südlichen Spitze der Kleinen Karpaten — der niedrigen bewaldeten Hügel, die sich nördlich von Bratislava erstrecken und einige der besten slowakischen Weißweine produzieren. Nach der Burg kann man mit dem Auto oder auf einer geführten Tour in die Weindörfer Pezinok und Modra weiterfahren und dort nachmittags verkosten. Unser Kleinkarpaten-Tagesausflug-Leitfaden beschreibt die Route, und der Kleinkarpaten-Weinleitfaden nennt die lohnenswerten Weingüter.

Devín als Teil eines Bratislava-Tagesausflugs aus Wien

Wien liegt nur 60 Kilometer östlich, und Bratislava ist ein äußerst beliebtes Tagesausflugsziel von der österreichischen Hauptstadt aus. Wer in Wien wohnt und einen Tag in Bratislava verbringt, kann durchaus die Altstadt am Morgen erkunden und am frühen Nachmittag den Bus 29 nach Devín nehmen. Unser Wien-Bratislava-Leitfaden beschreibt Transportoptionen und Zeitplanung. Der Twin City Liner ist die landschaftlich reizvollste Möglichkeit, zwischen den beiden Städten zu reisen.

Burg Červený Kameň

Wer von slowakischen Burgen fasziniert ist und einen zusätzlichen halben Tag hat, dem bietet die Burg Červený Kameň — eine wunderschön erhaltene Renaissancefestung in den Kleinen Karpaten, etwa 35 Kilometer nördlich von Bratislava — ein ganz anderes Erlebnis: intakte Innenräume, ein funktionierendes Weingut im Keller und eine der besten Sammlungen historischer Möbel und Waffen der Slowakei. Die Gegenüberstellung ihrer gut erhaltenen Räume mit Devíns eindringlichen Ruinen ergibt einen denkwürdigen burgenorientierten Tag.


Beste Besuchszeit für die Burg Devín

Mai und Juni sind die optimalen Monate: Die Burg ist vollständig geöffnet, die Hügelvegetation ist üppig, ohne die Aussichten zu verdecken, die Menschenmengen sind überschaubar, und das Wetter ist zuverlässig warm genug für die Radtour oder den Uferweg. September und Anfang Oktober sind ebenso gut — die Herbstfarben an den bepflanzten Hängen sind von echter Schönheit, und die Weinlesesaison in den Kleinen Karpaten verleiht der Region eine festliche Atmosphäre.

Juli und August sind Hochsaison: Die Burg öffnet eine Stunde später (bis 18:00 Uhr), und das verlängerte Abendlicht macht Nachmittagsbesuche magisch, aber Samstagvormittage können belebt sein. Man sollte vor 10:30 Uhr ankommen, um an Sommersamsatgen Reisegruppen zuvorzukommen.

Winter: Die Burgruinen sind geschlossen. Der Hügel kann bei gutem Schuhwerk zu Fuß erreichbar sein, aber das Museum ist geschlossen und es gibt wenig zu sehen außer kahlen Klippen. Devín aufsparen für die wärmeren Monate und stattdessen die Burg Bratislava oder das Slowakische Nationalmuseum besuchen.

Unser Leitfaden zur besten Reisezeit nach Bratislava gibt einen breiteren saisonalen Überblick über die Stadt und Region.


Sollte man eine geführte Tour buchen?

Wer Devín selbstständig besucht, sieht beeindruckende Ruinen über einer beeindruckenden Mündung und kommt mit einer angenehmen Erinnerung an einen malerischen Ausflug heim. Wer mit einem kundigen Führer besucht, wird verstehen, warum diese spezifische Klippe wichtig genug war, dass die Römer hier eine ständige Garnison stationierten, warum die großmährischen Fürsten Devín als ihren diplomatischen Stützpunkt wählten, und warum das kommunistische Regime den Hügel mit Stacheldraht umzäunte und Wachen anwies, auf Sicht zu schießen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Erlebnissen ist enorm.

Geführte Touren ab dem Bratislavaer Stadtzentrum schließen in der Regel Transport zur Burg, Eintrittskarten und 90 Minuten bis zwei Stunden Expertenkommentar ein. Halbtagsformate ermöglichen die Rückkehr ins Stadtzentrum am frühen Nachmittag. Einige Touren kombinieren Devín mit der kommunistischen Geschichte Bratislavas selbst — das UFO-Aussichtsdeck auf der SNP-Brücke, die Plattenbau-Wohnblocks und die Eiserne-Vorhang-Geschichte — was einen kohärenten narrativen Bogen über einen ganzen Morgen ergibt.

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Praktische Tipps vor der Abreise

Gutes Schuhwerk tragen. Das Burggelände ist mit unebenen Kopfsteinpflaster, Steintreppen und einigen steilen Wegabschnitten gespickt. Sandalen sind bei trockenem Wetter in Ordnung, aber Turnschuhe oder Wanderschuhe sind bequemer.

Wasser mitbringen. Am Burgeingang gibt es einen kleinen Erfrischungsstand, aber kein Café innerhalb der Ruinen. Bei heißem Wetter mindestens einen halben Liter pro Person mitnehmen.

Zwei bis drei Stunden einplanen. Das Museum nimmt 30 bis 45 Minuten in gleichmäßigem Tempo in Anspruch. Die Ruinen und das Klippengelände weitere 45 Minuten bis eine Stunde. Wer zum Morava-Ufer oder durch das Dorf geht, sollte weitere 30 bis 45 Minuten hinzurechnen.

Fotografieren ist uneingeschränkt in den Außenbereichen erlaubt. Das Museum bittet darum, im Inneren der Ausstellungsvitrinen keinen Blitz zu verwenden.

Barrierefreiheit. Der obere Burgbereich und der Jungfrauturm-Kliffpfad sind aufgrund historischen Kopfsteinpflasters und Stufen nicht rollstuhlgerecht. Der untere Hof und der Museumseingang sind erreichbar, aber der vollständige Zugang zur Ruine ist eingeschränkt.

Kombination mit der Bratislava City Card. Die Bratislava City Card schließt kostenlosen öffentlichen Nahverkehr (einschließlich Bus 29 nach Devín) und Rabatte bei ausgewählten Attraktionen ein. Aktuelle Konditionen prüfen — je nach Kartenversion kann der Eintritt zur Burg Devín eingeschlossen sein oder nicht.


Häufig gestellte Fragen zur Burg Devín

Was kostet der Eintritt in die Burg Devín?

Der Erwachseneneintritt beträgt 6 €. Ermäßigte Tickets (Studierende, Senioren mit Ausweis) kosten 3 €. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Ein Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 12 €. Tickets werden am Burgeingang gekauft — es gibt keine Vorabreservierung online für Einzelpersonen.

Was sind die Öffnungszeiten der Burg Devín?

Die Burg ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags geöffnet. Die Zeiten sind im April, Mai, Juni, September und Oktober 10:00 bis 17:00 Uhr und verlängern sich in Juli und August auf 10:00 bis 18:00 Uhr. Die Burg ist montags ganzjährig und von November bis März ganz geschlossen.

Wie komme ich vom Bratislavaer Stadtzentrum zur Burg Devín?

Bus 29 ab der Haltestelle Nový Most (neben der SNP-Brücke) fährt alle 20 bis 30 Minuten nach Devín. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Ein normales 60-Minuten-Stadtbusticket kostet 1,20 €. Von der Bushaltestelle zur Burg sind es dann ein kurzer, ausgeschilderter Fußmarsch.

Lohnt sich ein Besuch der Burg Devín im Winter?

Nein — Ruinen und Museum sind von November bis März geschlossen. Bei gutem Wetter ist ein Spaziergang auf den Hügel möglich, aber es gibt wenig zu sehen. Im Frühjahr (April–Juni) oder Herbst (September–Oktober) hat man die beste Kombination aus geöffnetem Zugang und angenehmen Bedingungen.

Kann ich mit dem Fahrrad zur Burg Devín fahren?

Ja, und es ist eine ausgezeichnete Option. Der Donauradweg (EuroVelo 6) führt in etwa 12 Kilometern überwiegend flach und gut geteert vom Stadtzentrum nach Devín. Man sollte 45 bis 60 Minuten pro Richtung einplanen. Die Route führt durch das Naturschutzgebiet Devínska Kobyla und ist bei Einheimischen an Wochenenden beliebt.

Was ist der Jungfrauturm (Dievčenská veža) in Devín?

Der Jungfrauturm ist die markante, schmale, zylindrische Ruine, die auf dem Klippenrand über der Donau balanciert — das am meisten fotografierte Element der Burg. Er stammt aus dem Mittelalter. Der Legende nach sprang eine junge Frau von ihm, um nicht gefasst zu werden, was ihm den Namen gab. Er ist das ikonische Bild Devíns und bietet dramatische Ausblicke auf die Donau-Morava-Mündung direkt darunter.

Was ist die Verbindung zwischen Burg Devín und dem Eisernen Vorhang?

Von 1948 bis 1989 verlief die kommunistische tschechoslowakisch-österreichische Grenze entlang der Morava, die von Devín aus sichtbar ist. Der Hügel war mit Stacheldraht und Wachtürmen umzäunt. Dutzende Menschen wurden beim Versuch getötet, über den Fluss nach Österreich zu gelangen. Nach der Samtenen Revolution im November 1989 wurde Devín zu einem Symbol der Befreiung — Menschenmengen versammelten sich hier im Dezember 1989, um die Grenzöffnung zu feiern. Ein kleines Eiserner-Vorhang-Museum in der nahen Umgebung erinnert an diese Geschichte. Ausführlichen Kontext bietet unser Leitfaden zur kommunistischen Geschichte und zum Eisernen Vorhang.

Ist die Burg Devín für Kinder geeignet?

Ja, mit einigen Einschränkungen. Kinder finden die Ruinen atmosphärisch und das Klippengelände aufregend. Das Museum ist für Kinder ab etwa acht Jahren, die ein gewisses Geschichtsinteresse mitbringen, gut geeignet. Die Kliffpfade in der Nähe des Jungfrauturms sind eingezäunt, erfordern aber elterliche Aufsicht. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, die Burg mit den offenen Grünflächen und dem Dorfspaziergang zu kombinieren, anstatt den vollständigen Museumsrundgang zu versuchen. Unser Leitfaden Bratislava mit Kindern enthält familienspezifische Empfehlungen.


Besuchsplanung: das Wesentliche

Die Burg Devín liegt 12 Kilometer vom Bratislavaer Stadtzentrum entfernt an der Muránska 10, 841 10 Devín. Mit Bus 29 ab Nový Most, 20 Minuten Fahrt, dann den Schildern folgen. Eintritt 6 € für Erwachsene. Die Burg öffnet von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr (18:00 Uhr in Juli und August). Bequeme Schuhe, Wasser und zwei bis drei Stunden mitbringen. Wer möchte, dass die Geschichte voll verständlich wird — und es ist eine vielschichtige, reiche Geschichte, die römische, slawische, mittelalterliche und Kalte-Krieg-Kapitel umfasst —, sollte eine geführte Tour buchen.

Für die umfassendere Reiseplanung fügt unser Bratislava-in-3-Tagen-Itinerar Devín natürlich in einen vollständigen Stadtbesuch ein. Der Leitfaden zu den bewerteten Tagesausflügen von Bratislava hilft bei der Priorisierung, wenn man zwischen Devín, den Kleinkarpaten-Weinregionen, Wien und Budapest wählen muss.

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